Hallo Kolleg*innen und frohe Ostern!…

Hallo Kolleg*innen und frohe Ostern!
Ich habe eine therapeutische Frage zur Thematik Dysphonie bei MS. Meine Patientin ist recht weit fortgeschritten (Gehen z.B. stark beeinträchtigt) und zeigt klassische Symptome einer Dysphonie (primär raue, heisere Stimme mit knarrenden Geräuschanteilen und enorm eingeschränkte Belastbarkeit bis hin zur Aphonie). Diese treten vollkommen unabhängig von der Stimmbelastung auf, was ja für eine symptomatische Dysphonie aufgrund der MS spricht. Was allerdings dagegen spricht, ist die Tatsache, dass der der HNO keinerlei organische Problematik feststellen konnte, was umso seltsamer ist, da sie von konstanten „Halsschmerzen“ während des Sprechens berichtet. Außerdem sind Sprechen und Schlucken vollkommen unbeeinträchtig, was ja ebenfalls dagegen spricht? Ich vermute also, dass die MS ihre Stimme zwar schon beeinträchtigt, es sich aber um eher um eine sekundäre funktionelle Dysphonie handelt.

Die Literaturlage zur Stimmtherapie bei MS ist recht dünn, zwar sind sich alle Publikationen/Fachbücher einig, dass Betroffene signifikant häufiger unter Dysphonien leiden, wie man diese gesondert angeht, wird jedoch selten behandelt. Außerdem wird häufig in Richtung Parese geleitet (was ja auch Sinn macht), bei ihr aber nicht der Fall ist, ihr Stimmlippenschluss ist hervorragend.

Vielleicht hat jemand von euch bereits Erfahrung in diesem Gebiet und könnte mir sagen, was er/sie von meinem Fall hält? Ich wäre auch für jegliche Literaturempfehlung dankbar!
Jetzt aber erstmal entspannte Ostern,

Kim Heinrich